Elternfortbildung Grundlagen der Montessori-Pädagogik

Am 21.03.2018 fand die zweite Elternfortbildung im Jahr 2018 statt.

Die Fortbildung richtete sich an Eltern, die an grundlegenden Informationen über die Montessori-Pädagogik interessiert sind.

Kathrin Kokol und Alexandra Kümmerle, beide Gründungsmitglieder des MZO und jeden Tag mit Herzblut dabei, freuten sich über die rege Elternbeteiligung.

Zunächst erhielten wir einen kurzen Überblick über das Leben und Werk der Maria Montessori.

Die Grundgedanken der Montessori-Pädagogik wurden uns vorgestellt.

Begonnen wurde mit der Erklärung des Montessori Modells.

Dabei wurden die Rollen des Kindes, die Vorbereitung seiner Umgebung, die Rolle der Erwachsenen und das didaktische Material näher erläutert. Zur weiteren Veranschaulichung lag auch Material aus. Das Kind mit seiner individuellen Entwicklung steht dabei im Mittelpunkt. Die Umgebung des Kindes ist kindgerecht eingerichtet. Das Material ist sortiert, klar und gut für Kinder erreichbar. Die Konzentration der Kinder wird durch eine ruhige Arbeitsatmosphäre gefördert. Die Erwachsenen denken vom Kind aus und beobachten seine Entwicklung. Es sollen keine Barrieren errichtet, sondern die Entwicklung des Kindes wird unterstützt werden. Das didaktische Material ist hochwertig, ansprechend gestaltet, einmal vorhanden, korrekt, und mit integrierter Fehlerkontrolle (der Erwachsene wird nicht benötigt um zu beurteilen, ob es „richtig oder falsch“ ist.). Es existieren 5 Materialbereiche:

  1. Sinnesmaterial
  2. Sprachmaterial
  3. Mathematikmaterial, z.B. Sandpapierziffern
  4. Kosmische Erziehung (vom Ganzen zum Detail)
  5. Alltagsmaterial, z.B. Übungen des täglichen Lebens.

Danach wurde uns der absorbierende Geist erklärt.

So nimmt das Kind in der Zeit von 0-3 Jahren Dinge aus der Umwelt unsortiert auf und sammelt unbewusst Eindrücke. Dies wird durch ein Zitat von Maria Montessori verdeutlicht: „Das Kind ist wie ein trockener Schwamm, der alles aufsaugt.“

Anschließend wurden uns die sensiblen Phasen eines Kindes näher erläutert.

Dies ist der Zeitraum, in dem Kinder besondere Aufnahme- und Lernbereitschaft für ein bestimmtes Thema zeigen. In diesem Zeitraum erlernen Kinder diese Fähigkeit mühelos.

Darauf hin wurde uns die Bedeutung der Polarisation der Aufmerksamkeit erklärt. Kinder haben die Fähigkeit, ganz vertieft an einem Thema, z.B. Steckzylinder zu arbeiten und lassen sich dabei auch nicht ablenken. Wenn dem Kind diese Möglichkeit gegeben wird und es aus seiner Aufmerksamkeit nicht herausgerissen wird, wird das Kind ausgeglichen und zufrieden und lernt sich später zu konzentrieren.

Abschließend wurde noch auf die freie Wahl eingegangen.

Jedes Kind hat seinen „eigenen Bauplan“ mit eigenem Arbeitstempo und eigenem Lernweg. Die Kinder dürfen daher ihr Material und ihre Beschäftigung frei wählen. So entsteht weder Über- noch Unterforderung. In der Schule wird einem Lernplan gefolgt.

Zum Ende wurde uns ein Film zum Alltag im Kinderhaus gezeigt. Der Film zeigte schön, wie die Kinderhauskinder an das Montessori-Material herangeführt werden und mit diesem arbeiten.

Für interessierte Eltern wurden weiter führende Literatur sowie Filme zur Biografie der Maria Montessori und eine Zusammenfassung des pädagogischen Konzepts zum Ausleihen angeboten.

Zum Abschluss hatten alle die Möglichkeit sich im Kinderhaus 1 und 2 die Räume, Materialien und Arbeiten der Kinder näher anzusehen und sich mit den Mitgliedern des Teams des MZO und den anderen Eltern auszutauschen.

Der Abend ermöglichte uns einen tollen Einblick in das von Maria Montessori entwickelte Konzept und gab uns tiefere Einblicke in den Alltag unserer Kinder im MZO. Mit den gewonnenen Erkenntnissen traten wir unseren Heimweg mit dem sicheren Wissen an, eine gute Entscheidung für den Nachwuchs getroffen zu haben.