Erdkinderplan?! Lernen im echten Leben?! Yes, please!

Heute erzählen wir euch, warum uns das selbstbestimmte, handlungsorientierte und ganzheitliche Lernen in der Gemeinschaftsschule wichtig ist.

In der Pubertät finden nach Montessori im menschlichen Gehirn Prozesse neuronaler Umstrukturierung statt, die – einhergehend mit den hormonellen Umstellungen des Körpers – das logische Denken erschweren oder blockieren können. Leistungsdruck und Zwang führen dann zur Lernverweigerung. Montessoris Antwort auf diese Beobachtung ist der Erdkinderplan. Der verlangt – anders als in der Grundschule – eine vorbereitete Umgebung, die nicht auf Klassenräume und theoretisches Studieren setzt, sondern auf praktische Arbeit. Das bedeutet, dass die Jugendlichen das reale Leben unmittelbar durch körperliche Tätigkeiten erfahren. Sie beackern nun in Natur und Kultur neue Lernfelder – auch hier mit einem möglichst hohen Maß an Selbstbestimmung und Eigenverantwortung.

Ein Beispiel aus der Gemeinschaftsschule ist unser Naturprojekt mit dem Gartenprofi Jürgen Schöllmann und seinem Team am SenaTorre. Hier sind die Schüler*innen und Lernbegleiter*innen einmal wöchentlich aktiv. Der Gemüsegarten und die Obstbäume werden gepflegt und bewirtschaftet. Hier lernen wir nicht aus Schulbüchern, sondern direkt vom Experten aus dem echten Leben und von der Natur. Die Jahreszeiten werden bewusst erlebt, Herausforderungen überwunden und die Früchte der getanen Arbeit geerntet.

Ein herzliches Dankeschön an Jürgen Schöllmann und sein Team, sowie unseren Gastgeber Dr. Hubert Burda. Vielen Dank, dass wir wöchentlich die wertvollen Erfahrungen an diesem besonderen und wunderschönen Ort sammeln dürfen.

Der Film schenkt einen kleinen Einblick in unser Projekt. Viel Spaß dabei: https://www.youtube.com/watch?v=ONrMFkxaMjg