Tag der offenen Tür des Montessorizentrum Offenburg am Samstag, den 01.02.2020

Der Tag der offenen Tür des MZO fand dieses Jahr ungewöhnlich früh statt. Grund hierfür ist der anstehende Start der Gemeinschaftsschule im September 2020. Eltern und Interessierte sollten sich frühzeitig erkundigen können und Einblicke in Konzept und Planung erhalten.  Beginn war um 10Uhr.  Hervorragend bewirtet wurde durch eine reichhaltige Kuchentheke, den Waffelstand sowie einem tollen Mittagessensangebot der „Rasenden Rübe“.  Auch die italienische Kaffeebar mit einer großen Auswahl erfreute sich großer Beliebtheit.

Schon vor der Mittagszeit waren die Räume dann voller Interessierter, nicht nur Eltern und Angehörige kamen, sondern vor allem eventuelle zukünftige Kinder mit ihren Eltern, Fachkräfte aus anderen Einrichtungen, Nachbarn und viele mehr.

Der Förderverein begrüßte gleich im Eingangsbereich die Gäste und half bei Orientierungsschwierigkeiten und bei Fragen gerne weiter. Man konnte sich hier auch die beliebten MZO-T-Shirts bestellen.

In der Krippe konnte man sich die Räume in aller Ruhe anschauen;  die Erzieherinnen aus diesem Bereich standen selbstverständlich für alle Fragen bereit und erklärten gerne den Ablauf eines Krippenalltags sowie alles andere Wissenswerte. Einige der Kinder, die das MZO schon besuchen, zeigten auch gleich ganz in „live“ ihren Eltern und den Anwesenden, wie man hier den Tag verbringen kann.

Im Kinderhaus gab es Filmsequenzen, die vor allem die Übungen des täglichen Lebens zeigten und wie sich schon die drei- bis sechsjährigen Kinder an rechnerische Arbeiten herantrauen und erfolgreich bewältigen. Auch hier zeigten einige Kinder die Arbeiten gleich in Aktion und bekamen so viele Zuschauer an ihre Seite. Die Fachkräfte des Kinderhauses stellten sich den Fragen der Anwesenden und erklärten das Konzept der Montessoripädagogik sehr anschaulich.

Im Flur konnte man sich mit Geschäftsführer Johannes Wilhelmi über das Konzept der Gemeinschaftsschule austauschen, Fragen stellen und sich auch gleich für die anstehenden Workshoptage, sowie den Vortrag von Herbert Renz-Polster anmelden. 

Die Auszubildenden und Praktikanten des Teams betreuten die sehr beliebte Mitmachaktion; hier konnten alle Kinder verschiedenste Dinge basteln, malen, kleben, uvm. Es gab Luftballons zu gestalten, Masken herzustellen , Feuerwerksbilder und einiges mehr. Der Raum war von Beginn bis Ende ein sehr beliebter Sammelpunkt für die Kinder und die jungen Frauen hatten alle Hände voll zu tun.

In der Kooperationsgruppe für die Kinder, die im nächsten Jahr die Schule besuchen werden, gab es anhand von aufgebauten Materialien viele Einblicke und Informationen rund um’s Thema Übergang Kinderhause-Grundschule. Auch hier standen den interessierten Besucher jederzeit die Fachkräfte Rede und Antwort.

Im Raum der Montessori-Therapie war Sybille Flach, Montessori-Therapeutin und Feldenkraispädagogin, anwesend und gab bereitwillig Auskunft über ihr Angebot. Wichtig zu erwähnen ist ihr, dass dieses Therapieangebot freiwillig ist und aufgrund von Lehrerempfehlungen und nur in Absprache mit den Eltern erfolgt. Detailliertere Informationen können im Flyer nachgelesen oder bei ihr persönlich angefragt werden.

Eine sehr beliebte Aktion jedes Jahr ist das gläserne Klassenzimmer; eine Stunde lang konnten sich die interessierten Zuschauer eine echte Unterrichtseinheit Freiarbeit ansehen und beobachten, wie und an was im Schulalltag gearbeitet wird.

Es fanden sich sehr viele interessierte Eltern und vielleicht zukünftige Schüler ein, die sich die jetzige Grundschule ansahen und den anwesenden Lehrkräften, sowie Schulleiterin Tanja  Brettschneider viele Fragen zum Tagesablauf, den Unterrichtsinhalten und organisatorischen Abläufen stellten.

Ein ganz neuer Beitrag war dieses Jahr der Impulsvortrag zum Thema Hochbegabung von Christen Weber, die als Lehrkraft in der Grundschule tätig ist. Sie hat eine fundierte Zusatzqualifikation zu diesem Thema und langjährige Erfahrungen. Sie gab einen ausführlichen Überblick über dieses doch komplexe Thema, unter anderem zur Definition, zu den Konsequenzen für den Regelunterricht, Aufklärung von Mythen und natürlich speziell zur Montessoripädagogik für die Hochbegabtenförderung. Die Pädagogik ist stärkenorientiert, fördert individuell und die Fachkräfte handeln nach Beobachtung. Das Kind wird zudem als kompetenter Mensch betrachtet und gerade in sozialen und emotionalen Themen sehr unterstützt. Die Kinder haben die Möglichkeit, sehr tief in Themen einzutauchen und das auch in jahrgangsübergreifenden Lerngruppen. All diese Voraussetzungen sind für die Hochbegabtenförderung hervorragend geeignet. Es gab zum Abschluss noch viele Fragen von betroffenen und interessierten Eltern an Frau Weber, so dass sich eine interessante Diskussion und ein anregender Austausch entwickelte. 

Zusammenfassend  lässt sich auf eine sehr schöne, vielfältige, interessante und lehrreiche Veranstaltung zurück blicken. Ein herzliches Dankeschön den vielen Helfern und dem Organisationsteam, den Mitarbeitern, dem Förderverein und dem Vorstand und allen, die interessiert und offen der Einrichtung und den neuesten Entwicklungen gegenüberstehen.