Montessori-Zentrum Ortenau

Krippe, Kinderhaus, Grundschule & Sekundarstufe

Leben und Lernen unter einem Dach

Das Montessori-Zentrum Ortenau e.V.

Das Montessori- Zentrum Ortenau e.V. (MZO) wurde im September 2009 in Offenburg von engagierten PädagogInnen und Eltern in Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins gegründet. 

Das MZO bietet auf der Grundlage der Pädagogik Maria Montessoris, Emmi Piklers, Rebecca Wild und Elfriede Hengstenberg eine durchgängige Betreuung und Bildung der Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Ende der Grundschulzeit. Somit leben und lernen in unserer Einrichtung Kinder in den Bereichen Krippe, Kinderhaus und Grundschule „unter einem Dach“. 

In unserer Einrichtung

  • … bieten wir den Kindern eine auf die jeweiligen Altersstufen angepasste „vorbereitete Umgebung“, in der sich jedes Kind in seinem Tempo entwickeln und bilden kann.
  • … finden die Kinder einen Lebens- und Lernort.
  • … werden die Kinder achtsam in ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleitet.
  • … erleben die Kinder einen an ihren Entwicklungsstand angepassten, begleiteten Übergang von einem Bereich in den anderen, also von Krippe ins Kinderhaus in die Grundschule.
  • … arbeiten alle pädagogischen Fachkräfte (ErzieherInnen, LehrerInnen, Honorarkräfte, PraktikantInnen) zum Wohle der Kinder im Team zusammen und gestalten das Leben und Lernen mit den Kindern gemeinsam und auch bereichsübergreifend.

Die einzelnen Bereiche stellen sich Ihnen nun vor.

Eltern-Kind-Gruppe

Die Eltern-Kind-Gruppe findet derzeit nicht statt. Jedes Kind wird mit dem Drang zu lernen und zu wachsen geboren.

Losgelöst vom Alltag möchten wir den Kindern mit Ihren Eltern Raum schaffen, sich in einer kleinen Runde so zu erleben, dass alle Themen angesprochen werden können, die die individuelle Entwicklung ihres Kindes betreffen.

Oft hilft der Austausch unter „ Gleichgesinnten“ um in dieser intensiven Zeit, die nötigen Kräfte zu bündeln, die das Elternsein täglich aufs Neue erfordern.

Eine Mischung aus Liedern singen, das kindliche Spiel im Jetzt wertfrei beobachten und begleitend kurze theoretische Inputs aus der Montessori-Pädagogik, er-füllen den Vormittag.

Wir sehen uns als Wegbegleiter von Eltern mit ihren Kindern. Gemeinsam können wir alle immer wieder mit und voneinander lernen, denn jeder von uns ist einzigartig.

Jeder kann sich genau so in die Gruppe einbringen, wie es persönlich gewünscht ist.

Für Fragen haben wir stets offene Ohren.

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann melden Sie sich noch heute in der Eltern-Kind-Gruppe an. Wir freuen uns auf Sie!

Maria Montessori erkannte, dass jedes Kind mit einem „inneren Bauplan“ ausgestattet ist, der es ihm ermöglicht, sich selbst und seine eigene Persönlichkeit aufzubauen.

In unserer liebevoll "vorbereiteten Umgebung" heißen wir Kinder und ihre Eltern willkommen und begleiten sie ein Stück auf ihrem Weg.

Kleine Kinder lieben es, mit Gleichaltrigen in einer überschaubaren Gruppe tätig zu sein. Spielideen für die Sinne helfen dem Baby und Kleinkind, seine Welt zu erobern. Das Begreifen mit den Händen bereitet den Weg zu den ersten Worten.

Gemeinsam mit Eltern begleiten und beobachten wir in der Eltern Kind Gruppe die Kinder liebevoll auf dem Weg in ihre Selbständigkeit, bei ihren ersten Schritten in die Welt hinein und sehen wie sie neue Erfahrungen sammeln, Entdeckungen machen, sich darüber freuen, lachen, spielen, erste Kontakte knüpfen und vieles mehr.

Dabei erhalten Eltern Einblicke in die Montessori-Pädagogik und haben die Möglichkeit, sie zu Hause in der Familie umzusetzen. Im Kontakt mit anderen Familien können sie ihre Erfahrungen austauschen. 

Der Altersunterschied der Kleinkinder in der Gruppe beträgt etwa drei Monate.

Die nächste Eltern-Kind-Gruppe beginnt am 14. Januar 2020. Anmeldungen nehmen wir gerne per Email: info@mz-o.de entgegen.

Krippe

In unseren beiden Krippengruppen werden bis zu 10 Kindern im Alter von einem bis etwa drei Jahren von zwei Erzieherinnen und einer Praktikantin betreut.

In den familiären und für die Kinder überschaubar eingerichteten Räumen unserer Krippe finden die Kinder eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte vorbereitete Umgebung.

Jedes Kind ist ein unverwechselbares Individuum. Ihm wohnt eine schöpferische Kraft inne, durch die es sich in den kommenden Jahren selbst entwickeln wird, sich aufbaut. Hierzu bedarf es einer liebevollen Aufnahme und Anregungen in der Umgebung. Das kleine Kind vollbringt in den ersten Jahren eine enorme Entwicklungsleistung: Es baut sich selbst, seinen Geist, seine Sinnes- und Gefühlswelt, seinen Willen und sein Denken nach dem eigenen „inneren Bauplan“ auf.

In den ersten drei Lebensjahren ist es die besondere Aufgabe der Erzieherinnen in der Krippe, die in dieser Altersstufe hervortretenden sensiblen Phasen für Bewegung, Sprache und Ordnung achtsam zu begleiten.

 

Eltern-Kind-Gruppe

Jedes Kind wird mit dem Drang zu lernen und zu wachsen geboren.

Maria Montessori erkannte, dass jedes Kind mit einem „inneren Bauplan“ ausgestattet ist, der es ihm ermöglicht, sich selbst und seine eigene Persönlichkeit aufzubauen.

Kleine Kinder lieben es, mit Gleichaltrigen in einer überschaubaren Gruppe tätig zu sein. Spielideen für die Sinne helfen dem Baby und Kleinkind, seine Welt zu erobern. Das Begreifen mit den Händen bereitet den Weg zu den ersten Worten.

Betreuungszeiten

Regelöffnungszeiten

 KrippeKinderhausSchule
Mo-Do07:15 - 14:30 Uhr07:15 – 14:30 Uhr08:00 – 15:30 Uhr
Freitag07:15 - 14:30 Uhr07:15 – 14:30 Uhr08:00 – 14:00 Uhr

Erweiterte Öffnungszeiten

 KrippeKinderhausSchule
GT 114:30 - 15:30 Uhr14:30 – 15:30 Uhr07:15 – 08:00 Uhr
GT 2-15:30 – 16:30 Uhrbis 16:30 Uhr
GT 3-16:30 – 17:00 Uhr16:30 – 17:00 Uhr

Ferien/Schließtage:

Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört zum Konzept des MZO. Deshalb ist das MZO maximal 30 Tage im Jahr geschlossen.

Für Schulkinder gelten die regulären Schulferien. 
Bei Bedarf bietet das MZO für Schulkinder in den Ferien und außerhalb der Schließtage ein spannendes Ferienangebot. 
Die Eltern melden ihr Kind hierzu separat an. Das Entgelt für die Ferienbetreuung inklusive Mittagessen ist gesondert zu entrichten.

Regelmäßiger Besuch der Einrichtung und Fehlzeiten:

Im Interesse des Kindes und der Gruppe sollte die Einrichtung im Vorschulbereich regelmäßig zu den vereinbarten Betreuungszeiten besucht werden. 
Der tägliche Besuch des Schulunterrichts wird als selbstverständlich erachtet.

Fehlt ein Kind im Vorschulbereich, ist die Bereichsleitung bzw. das Sekretariat zu benachrichtigen. 
Bei Schulkindern ist ebenso am ersten Fehltag eine Benachrichtigung erforderlich.

Kinderhaus

Kinderhaus 1 & 2

In zwei von unseren Kinderhausgruppen werden jeweils bis zu 20 Kinder im Alter von drei Jahren bis fünf Jahren von jeweils drei Erzieherinnen bzw. Praktikantinnen betreut.

In der vorbereiteten Umgebung des Kinderhauses finden die Kinder alles, was sie für ihre, durch den inneren Bauplan bestimmte Entwicklung benötigen. Den Kindern stehen neben den Montessori - Materialien auch Bereiche für Rollenspiele und Konstruktion, Bilderbücher, ein Atelier, eine Werkstatt und ein Bewegungsraum zur Verfügung.

In der Altersstufe der drei bis sechs Jährigen treten bei den Kindern verschiedene sensible Phasen auf, in denen sie scheinbar mühelos die verschiedensten Fähigkeiten erlernen.

Das gemeinsame Leben im Kinderhaus ist in einem für die Kinder über­schaubaren Tagesablauf eingebettet. Soziale und für die Kinder verständli­che Regeln sind in unserem Alltag selbstverständlich und für alle wertvoll.

Kinderhaus 3

In der dritten Kinderhausgruppe werden bis zu 15 Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren im Übergang zur Grundschule betreut.

Für die Kooperationskinder besteht die Möglichkeit sich zusätzlich zur Freiarbeit und den Erfahrungsbereichen im Kinderhaus für die Freiarbeit in der Schule anzumelden. Hierbei werden Sie von einer Erzieherin begleitet und sanft in den Schulalltag eingeführt. Die durchgängigen Montessori- Materialien kennen die Schulanfänger bereits aus dem Kinderhaus und können nach eigenem Tempo und Entwicklungsstand in der Schulfreiarbeit ihre Arbeiten aus dem Kinderhaus weiterführen.

Die Kooperationskinder haben so die Möglichkeit, den geänderten Tagesablauf in der Schule kennen zu lernen und sich langsam in die Schule zu integrieren.

Gerade im letzten Kinderhausjahr zieht es die ältesten Kinderhauskinder in die Schule. Sie wollen endlich ein Schulkind sein und mit ihren großen Vorbildern den Tag verbringen. Trotzdem ist es uns wichtig, jedem Kind den Übergang im eigenen Tempo zu ermöglichen, so dass die Kinder selbst wählen können, wann, wie lange und wie oft sie die Schule besuchen.

Künftige Betreuungsform: Naturgruppe

Wir sind unterwegs..

.. zu unserer ersten MZO-Naturkinderhausgruppe.

Wir möchten im nächsten Jahr ein neues MZO-Kinderhaus in schöner Waldrandlage gründen. Mit dem Fokus die Liebe zur Natur zu entdecken, Montessori Pädagogik im Freien erlebbar zu machen und ein lebensbezogenes Lernen unmittelbar in der Natur zu ermöglichen. Dabei sollen die Kinder eine wohltuende Geborgenheit in der Gemeinschaft erfahren.

Ein eigener Platz am Waldrand, das ganze Jahr an der frischen Luft mit viel Platz zum Toben, Spielen und Entdecken.

Zum Rückzug oder Ausruhen, für die Arbeiten mit dem Montessori-Material oder einfach mal zum Aufwärmen - hierfür wird es einen gemütlichen, beheizten und geschützten Raum vor Ort geben.

Wer ist dabei und möchte mitgestalten?

  • als zukünftige/r Erzieher*in
  • oder FSJ/FÖJ mit Spaß an der Naturbegegnung mit Kinder
  • als interessierte und mitwirkende Familie bzw. Eltern
  • als eines von max. 20 Kinder zwischen 3 und 6/7 Jahren

Wir nehmen bereits Voranmeldungen für die neue Gruppe entgegen.

Grundschule

Staatlich anerkannte Ersatzschule

Unsere beiden Schulklassen

In unseren beiden jahrgangsgemischten Grundschulklassen leben und lernen bis zu 50 Kinder mit ihren zwei KlassenlehrerInnen und weiteren Fachkräften für Religion, Musik und Französisch.

Die Kinder dieser Altersstufe sind gemäß ihrem inneren Bauplan und den hiervon geleiteten sensiblen Phasen von Neugier und Forscherdrang geleitet. Sie wollen das „Große“ das „Ganze“ und streben nach Überblick und Orientierung in der Welt. Sie wollen Zusammenhänge verstehen und vertiefen sich gerne in kleine Details. Zudem befinden sich die Kinder dieser Altersstufe auf dem Weg zum abstrakten Denken.

Die vorbereitete Umgebung unserer Grundschule hält alle für diese Altersstufe wichtigen Montessori- Materialien in den Bereichen Sprache, Mathematik und kosmische Erziehung bereit. Im Rahmen der täglichen Freiarbeit haben die Kinder die Wahl, mit welchem Material und Thema sie sich beschäftigen wollen. Die Kinder können sich nach der Darbietung des Materials durch die LehrerIn in ihrem eignen Lerntempo an einem von ihnen gewählten Ort alleine oder mit anderen Kindern beschäftigen. Alle weiteren Fächer wie z. B. Religion und Musik werden im Klassenverband vermittelt.

Die Kinder lernen, ihren Schulalltag zu gestalten und übernehmen Verantwortung für ihr Handeln und Lernen.

Elternangebote und die Zusammenarbeit mit den ErzieherInnen des Kinderhauses bereichern den Schultag. Immer wieder haben die Kinder Zeit, Pausen im Außengelände, im Lesezimmer, im Bau- und Konstruktionsbereich oder auch im Rollenspielbereich zu verbringen.

Unsere Schule begreift sich als Lebensraum für die Kinder. Wir begleiten die Kinder achtsam in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

Material in der Freiarbeit

Maria Montessori bezeichnet ihr Material nicht als Lehrmittel, das die LehrerIn benutzt, um dem Kind Sachverhalte näher zu bringen oder etwas zu veranschaulichen, wie es Unterricht in der Regel tut. Es ist vielmehr Material für die Hand des Kindes, das mit dem „Schlüssel“ die Welt erschließen lernt. Montessori betont dabei zwei Aspekte, nämlich die Bedeutung des Materials für die Entwicklung der Bewegung und der Sinne. Somit ist das Material als Entwicklungsmaterial zu sehen.

Das Entwicklungsmaterial sollte folgende Eigenschaften haben:

  • Ästhetik:
    Das Material ist in Form und Farbe harmonisch und qualitativ wertvoll. Das Kind lernt so den pfleglichen, behutsamen Umgang mit den Dingen.
  • Aktivität:
    Das Material muss das Kind zum Tätigsein auffordern, es bietet spezifische Möglichkeiten zum Handeln.
  • Begrenzung:
    Jedes Material ist nur einmal vorhanden und stellt somit eine mengenmäßige Begrenzung dar, was zu einem sozialen Lernen hinführt. Eine weitere Begrenzung ist hinsichtlich des Lernschrittes zu sehen. Das Material isoliert eine Schwierigkeit und fördert somit die Konzentration und verankert die Erkenntnis.
  • Selbstkontrolle:
    Das Material sollte dem Kind die Möglichkeit geben, selbst den Lernfortschritt zu kontrollieren. Somit wird es unabhängig von der Bewertung der Lehrerin.

Drei- Stufen-Lektion

Jedem Kind wird das Material, wenn es das erste Mal damit arbeitet, von dem/der ErzieherIn bzw. LehrerIn vorgestellt. Bei dieser Einführung (Darbietung) lernt das Kind zunächst das Material und dann den richtigen Umgang damit kennen.

Eine solche Einführung soll kurz und klar sein. Möglichst wenige Worte begleiten diese Demonstration. Das Kind muss sich nicht auf umschweifende Erklärungen konzentrieren und gleichzeitig die Handlung verfolgen, es folgt dem Bewegungsablauf und der Arbeitshaltung, die in Teilschritten analysiert wird. Deshalb wird langsam und deutlich gezeigt, wie man mit dem Material arbeitet. Die nötigen Erklärungen (meist Namen und Begriffe) gibt man anhand der „Drei- Stufen- Lektion“. Dazu wählt man gewöhnlich drei Begriffe aus.

Die Drei-Stufen-Lektion am Beispiel geometrische Körper:

1. Stufe:

Benennen
Das ist eine Kugel
Das ist ein Kubus
Das ist ein Zylinder

2. Stufe:

Erkennen
Gib mir die Kugel
Gib mir den Kubus
Gib mir den Zylinder

3. Stufe:

Identifizieren
Was ist das?
Was ist das?
Was ist das?

Wenn das Kind in der Lage ist, weitere neue Begriffe aufzunehmen, wiederholt man die Drei-Stufen-Lektion mit den nächsten Begriffen. Ansonsten werden die weiteren Begriffe zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt. Eine Darbietung dauert meist nur 5-10 Minuten. Im Anschluss daran bietet der/die ErzieherIn/LehrerIn dem Kind an, alleine mit dem Material weiter zu arbeiten.

Ferienprogramm

Für viele Eltern ist es schwierig, die zahlreichen Ferien der Schulkinder mit dem Beruf zu vereinbaren. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, den Kindern und Eltern in den Ferien eine unkomplizierte Betreuung anbieten zu können. Außerhalb der Schließtage können die Schulkinder an der Ferienbetreuung im MZO teilnehmen.

Der Tag wird mit einem gemeinsamen Frühstück begonnen, um dann gestärkt ins Ferienprogramm zu starten. Jahreszeitliche Projekte bestimmen vormittags das Angebot. Diese werden in Absprache mit den Lehrerinnen ausgewählt oder auf Wunsch der Kinder umgesetzt. Dabei sind auch unterschiedliche Kooperationen möglich.

Im MZO und um das MZO herum starten die Ferienkinder zu sowohl praktischen, als auch geistigen Exkursionen, die im Schulalltag nicht immer ihren Platz finden. Es werden Ausflüge gemacht, gewerkelt, gebastelt, gekocht, gespielt, experimentiert und alles, was sonst noch Freude bereitet. Die Phantasie hat freien Lauf und Kreativität ist gefragt. Die Stärkung der Klassengemeinschaft wird dadurch zum Selbstläufer. Die Kinder begegnen sich außerhalb des Schulalltags in neuen Konstellationen und können ihre Freundschaften vertiefen oder neu finden. Die vertrauten Personen und Umgebung des MZO bieten den Kindern gerade in den Ferien eine familiäre Atmosphäre und Sicherheit.

Das Ferienprogramm wird vormittags ausgeführt. Nach dem Mittagessen haben die Ganztagesferienkinder die Möglichkeit, in Form von Freispielphasen, ihren eigenen Interessen nachzugehen.

Gemeinschaftsschule

Lernkultur

"Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv sich anzustrengen." Margret Rasfeld

Im digitalen Zeitalter braucht es eine zukunftsgerichtete, lösungsorientierte Bildungsumgebung für die Jugendlichen. Es geht längst nicht mehr um reine Wissensvermittlung, sondern darum, wie wir unser Wissen einsetzen, um Lösungen zu finden und Verantwortung zu übernehmen.

Wir sind davon überzeugt, dass eine selbstbestimmte, handlungsorientierte und realitätsgebundene Bildung ein wichtiger Schlüssel ist. Auf diese Weise lernen Jugendliche nachhaltige von nicht nachhaltigen Lösungen zu unterscheiden, Interessen abzuwägen, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen.

Wir begreifen die Potentialentfaltung unserer Schüler*innen als Kernaufgabe. Denn wenn es gelingt, die den Kindern angeborene Begeisterungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern, dann werden sie zu aktiven Gestalter*innen unserer Gesellschaft. Schulische Bildung muss junge Menschen befähigen, sowohl für ihre eigene Person als auch für die Gesellschaft, deren Mitglieder sie sind, Verantwortung zu tragen.

Unsere Lernkultur zeichnet sich zudem durch Vertrauen, Wertschätzung, Beziehung und Sinn aus. Auch die Forschung bestätigt, fühlen sich Schüler*innen wohl lernt es sich viel leichter, effektiver und schneller.

Lernbegleiter = Lehrer

Unsere Lehrkräfte verstehen sich als Lernbegleiter. Was bedeutet das?

Die Rolle des Lehrers ist eine andere als an einer klassischen Schule. Im MZO findet man Lernbegleiter, die die Kinder in ihren individuellen Bedürfnissen und Lernfortschritten begleiten. Lernbegleiter beraten die Kinder bei ihrer täglichen Freiarbeit, geben Hilfestellungen, Denkanstöße und führen Material da ein, wo es nötig ist. Um die Kinder optimal begleiten zu können, fällt den Beobachtungen eine besonders große und wichtige Rolle zu. Nur wer die Kinder beobachtet und ihre ganz individuellen Bedürfnisse erkennt, kann den Kindern auch zur Seite stehen, Lernwege begleiten und falls nötig-helfen den eigenen Weg zu finden.
Eine weitere wichtige und zentrale Aufgabe des Lernbegleiter ist die Vorbereitung der Lernumgebung. Der Lernbegleiter muss das gesamte Umfeld des Kindes so organisieren, dass offener Unterricht jederzeit möglich ist und die klassische Lehrtätigkeit zugunsten der Eigentätigkeit der Kinder zurücktritt.
Dies ist ein hoher Anspruch an Lernbegleiter, denn man muss viele Komponenten, auch die Erfüllung verbindlicher Inhalte, im Auge behalten und dennoch qualitativ guten offenen Unterricht unter gewissen Rahmenbedingungen gewährleisten.

Aber auch äußere Rahmenbedingungen lassen sich viel leichter erreichen, wenn den kindlichen Bedürfnissen, zum Beispiel nach Eigeninitiative, Rechnung getragen wird. Kinder wollen lernen und die Welt mit allen Sinnen erfahren und verstehen.

„Für Maria Montessori stehen Freiheit und Arbeit in einem unmittelbaren Zusammenhang. Arbeit wird dann nicht mehr als Druck empfunden, wenn sie unter den Bedingungen der Freiheit stattfindet. Das Bewusstsein der an Arbeit orientierte Freiheit vermittelt ein Gefühl des eigenen Wertes und der eigenen Würde. Damit ist nicht Beliebigkeit gemeint, sondern Freiheit der Arbeit muss bestimmten Regeln folgen und klar definierte Grenzen haben.“
(Festschrift: 75 Jahre Montessori-Pädagogik in Aachen 2000)

Unser Ziel ist es, an der Gesellschaft der Zukunft mitzuarbeiten. Dafür vermitteln wir unseren Schüler neben Fachwissen ebenso engagiert soziale Fähigkeiten sowie ein stabiles Wertegerüst. Somit tragen wir wesentlich zu einem starken "Miteinander" und "Füreinander" in unserer Gesellschaft bei. Die Schule als Einrichtung der Wissensvermittlung zu betrachten, ist der eine Standpunkt, ein anderer besteht darin, die Schule als eine Vorbereitung für das Leben aufzufassen!“

Wie gestaltet sich das Lernen konkret

Individuelle Begleitung, spannende Projektarbeit und ganzheitliches Lernen im eigenen Tempo – darauf können sich die Schüler*innen der staatlich anerkannten Montessori-Gemeinschaftsschule freuen.

Die Jugendlichen haben die Möglichkeit auf unterschiedlichen Niveaustufen die gleichen Themen zu bearbeiten und werden so nicht in Schularten getrennt, sondern können länger gemeinsam lernen.

Deshalb setzen wir auch in der Sekundarstufe auf jahrgangsgemischte Gruppen, die – wie in der Grundschule – von einem Lehrerteam begleitet werden.

Der Schulalltag wird wöchentlich rhythmisiert. Die Tagesabläufe sind grundsätzlich ähnlich und bieten den Schülern einen festen Rahmen zur Orientierung. Die Freiarbeit ist dabei weiterhin das Kernelement unserer Pädagogik. So hat jeder Schüler die Möglichkeit, sich nach seinen Interessen und Stärken zu entfalten und mit einem gestärkten Selbstbewusstsein eigenverantwortlich Entscheidungen für sich zu treffen.

Durch eigenverantwortliches Lernen in der Freiarbeit und die hohe Praxisorientierung mit außerschulischen Lernorten lernen die Schüler*innen selbstwirksam, lösungsorientiert zu handeln und Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen. Interessensgesteuerte Schwerpunktsetzung erschließt Entwicklungsfelder weit über den Bildungsplan hinaus. Auch Experten aus regionalen Unternehmen als direkte Lernpartner, begleiten die Schüler*innen bei konkreten Projektaufgaben mit Fragestellungen aus dem realen Leben.

Lernort der Gemeinschaftsschule

Unsere Schule ist mehr als ein reiner Lernort. Im MZO finden die Schüler*innen einen Wohlfühlort, welcher abgestimmt ist auf die Bedürfnisse von Jugendlichen. Dies ermöglichen Lernbüros mit individuellen Arbeitsplätzen, sowie spezielle Inputräume für fachlichen Input und Gruppenarbeiten.

Als räumliche Übergangslösung nutzt die Schule helle und einladende Räumlichkeiten im Denkwerk. Hier steht ein Lernbüro mit individuellen Arbeitsplätzen in der Freiarbeit, drei Input-Räume für fachliche Inputs in den Jahrgangsstufen und Gruppenarbeiten. Auch ein Gemeinschaftsraum zum Essen und für entspannte Pause steht zur Verfügung. Ein Pausenhof schenkt Raum für Bewegung und frische Luft.

Unser geplanter Neubau soll 270 neue Schulplätze für Grund- und Gemeinschaftsschule schaffen und findet direkten Anschluss an unser bisheriges Gebäude. Es wird ein Wohlfühlort und Lernort entstehen, welcher auf die jugendlichen Bedürfnisse abgestimmt ist und Verbundenheit ermöglicht. Die Fertigstellung ist im Jahr 2022/2023 geplant.

Geplant sind lichtdurchflutete Lernbüros mit individuellen Arbeitsplätzen für konzentriertes Lernen und Raum für Begegnung und Gemeinschaft. Unsere digitale Lernumgebung für hohe Medienkompetenz stellt alle notwendigen Rahmenbedingungen für medial gestützter Lernwegeplanung.

Eine helle und freundliche Mensa soll zu gemeinsamen Mahlzeiten aus regionalen und biologischen Zutaten einladen. Essen verbindet - hier wollen wir auch wieder großen Wert auf eine Wohlfühlatmosphäre legen. Die Fachräume mit einem Atelier für Kreativität, Raum für Bewegung und frische Lust, Werkstätten und außerschulische Lernorte insbesondere für den Erdkinderplan runden das Schulprofil ab.

Mit der angestrebten nachhaltigen Bauweise und dem Wunsch nach einem höchstmöglichem Holzanteil, wollen wir Verantwortung für unseren Planeten übernehmen und zeigen, wie attraktiv und innovativ Nachhaltigkeit sein kann.

Das ist eine große Aufgabe und bedarf einer großen Investition. Unterstützen Sie unseren Neubau mit Ihrer Spende und werden Ermöglicher für einen zukunftsweisenden Lernort in der Ortenau.

https://www.betterplace.org/de/projects/88025-zusammen-bauen-wir-unsere-gemeinschaftsschule

 

Erdkinderplan

„Was braucht ein Kind in der Schule? Vor allen Dingen Freude! Einladung, Ermutigung und Inspiration. Verantwortliche Erwachsene, die nach den Talenten und Begabungen der Kinder suchen und sie darin stärken.“ Prof. Dr. Gerald Hüther, Hirnforscher

Im Pubertätsalter suchen die Jugendlichen ihren eigenen Platz in der Gesellschaft, brauchen Orientierung, Halt und Anerkennung. Durch die hormonellen und neuronalen Veränderungen, die das logische Denken blockieren, setzt die Montessori-Pädagogik für diese Altersklasse auf eine vorbereitete Umgebung, die auf Basis von Natur und Kultur ein Höchstmaß an Selbstbestimmung und Verantwortung ermöglicht, sodass die Schüler das reale Leben durch körperliche Arbeit unmittelbar erfahren.

Maria Montessori unterteilte die kindliche Entwicklung in drei Phasen von jeweils sechs Jahre Länge ein und entwickelte für jede Altersstufe speziell abgestimmte Lernmittel und Lernmethoden. Besonders Jugendliche haben ganz besondere Bedürfnisse, Kompetenzen und Herausforderungen, denen eine altersentsprechende Erziehung gerecht werden möchte. In der Altersstufe von 12 - 18 Jahre leisten die Kinder und Heranwachsenden den

„Übergang von der Mentalität des Kindes, welches innerhalb der Familie lebt, zur Mentalität des Erwachsenen, welcher in der Gesellschaft leben muss". 

Maria Montessori

 In der Pubertät befindet sich das Gehirn "im Umbau". Bestehende neuronale Verbindungen werden abgebaut und neue Verbindungen geknüpft, das logische Denken wird in diesen Prozessen der neuronalen Neustrukturierung und durch die hormonellen Umstellungen oft völlig blockiert. Druck und Zwang bewirken hier oft nur, dass sich der Jugendliche völlig verschließt und keinerlei Leistungsbereitschaft mehr zeigt. Montessori hat deshalb für das Lebensalter von 12 bis 18 Jahren ein ganz spezifisches Bildungskonzept entwickelt, den Erdkinderplan. Er beinhaltet eine radikale Abwendung vom Konzept der Montessori-Grundschule, indem es ausschließlich praxisorientiert ist und den Jugendlichen ein Höchstmaß an Selbstbestimmung und Verantwortung ermöglicht. Es handelt sich mehr um eine "Erfahrungsschule", in der die Jugendlichen hauptsächlich körperlichen Tätigkeiten nachgehen und ganz unmittelbar Lebenserfahrungen sammeln. Die "Vorbereitete Umgebung" für Jugendliche besteht demnach aus einem Lebensraum, der sowohl die Natur als auch die Kultur als Übungsfeld sehen, in dem sich der Jugendliche beweisen und verdient machen kann. 

Montessori verstand den Erdkinderplan als eine Erfahrungsschule des sozialen Lebens, in der sowohl die Selbsterfahrung als auch intensive Gemeinschaftserfahrungen ihren Platz haben:

Der Erdkinderplan bietet Möglichkeiten zum Geldverdienen, um soziale Unabhängigkeit zu stärken. Er beinhaltet eine Einführung in fundamentales Wissen über ökonomische Mechanismen. Er regt das Studium der Naturwissenschaften und der Geschichte an. Er vermittelt einen Bezug zur Lebensrealität auf Basis sozialer Grundfragen

„Die besten Methoden sind diejenigen, die beim Schüler ein Maximum an Interesse hervorrufen, die ihm die Möglichkeit geben, allein zu arbeiten, selbst seine Erfahrungen zu machen und die erlauben, die Studien mit dem praktischen Leben abzuwechseln.“

Das Bedürfnis, den eigenen Platz in der Gesellschaft zu finden, steht in der Pubertät an erste Stelle. Es geht um eine Suche nach Orientierung und Halt, nach Anerkennung und Identität. Dafür müssen alte Strukturen überwunden und neue Strukturen erschaffen werden.

Unsere Gemeinschaftsschule im Aufbau will sich dem Erdkinderplan ab Klasse 7 widmen und das Lernen im Leben ritualisiert im Schulalltag einbauen. Nach geeigneten Kooperationen mit Lern- und Lebensorten für Jugendliche rund um Offenburg halten wir Ausschau und freuen uns bereits über die ersten Anknüpfungspunkte mit Partnern.

Unser Team

„Wir wollen Räume schaffen, um Kinder und Jugendliche stark zu machen. Dazu braucht es uns als stabile Gemeinschaft, die Liebe, Halt und Vertrauen schenkt.“

Wir haben eine offene, einladende Tür und möchten den Lernweg attraktiv gestalten. Jeder kann eigene Wege gehen oder auch gemeinsam. Es gibt manchmal leichte Wege und manchmal warten herausfordernde Wege. Wir wollen die Kinder so in sich stärken, dass sie voller Eigenmotivation alle ihre Wege bestreiten wollen und dabei bestmögliche Erfahrungen sammeln dürfen. Für eine gelingende Schulzeit braucht es zudem mentale Gesundheit, Empathie, eine gute Selbst- und Fremdwahrnehmung und ein gesundes Miteinander. Dies ist eine weitere wichtige Säule für uns.

Anmeldung - Ansprechpartnerin

Bei Interesse an einem Schulplatz, Fragen rund um die Schulgebühr oder weiteren Fragen nehmen Sie bitte Kontakt mit Annette Frankenhauser aus dem Sekretariat auf.

Sie erreichen sie telefonisch unter 0781-9674173 oder per Mail: info@mz-o.de.

Annette Frankenhauser hilft Ihnen gerne weiter oder beantwortet Ihre Fragen.

in unserer Einrichtung

… bieten

wir den Kindern eine auf die jeweiligen Altersstufen angepasste „vorbereitete Umgebung“, in der sich jedes Kind in seinem Tempo entwickeln und bilden kann.

… finden

die Kinder einen Lebens- und Lernort.

… werden

die Kinder achtsam in ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleitet.

… erleben

die Kinder einen an ihren Entwicklungsstand angepassten, begleiteten Übergang von einem Bereich in den anderen, also von Krippe ins Kinderhaus in die Grundschule.

… arbeiten

alle pädagogischen Fachkräfte (ErzieherInnen, LehrerInnen, Honorarkräfte, PraktikantInnen) zum Wohle der Kinder im Team zusammen und gestalten das Leben und Lernen mit den Kindern gemeinsam und auch bereichsübergreifend.